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Interview mit Herrn Linne am Parking Day in Marxloh: Welche Potentiale bieten die Neugestaltung der Weseler Straße und des August-Bebel-Platzes?

Was bleibt nach dem Parking Day in Marxloh – und wie könnte der öffentliche Raum in Zukunft aussehen?

In diesem Video sprechen wir mit Martin Linne, Dezernent für Stadtentwicklung, Mobilität und Sport der Stadt Duisburg, über die Erfahrungen des Parking Days und die Perspektiven für den Raum rund um den August-Bebel-Platz.

Beim Parking Day wurde sichtbar, was möglich ist, wenn Flächen, die normalerweise zum Parken genutzt werden, vorübergehend für Begegnung, Spiel, Aufenthalt und gemeinsames Miteinander zur Verfügung stehen. Der Aktionstag bot damit einen kleinen Vorgeschmack darauf, wie sich der öffentliche Raum in Marxloh zukünftig entwickeln könnte.

Auch das neue Parklet an der Weseler Straße zeigt bereits ganz praktisch, wie aus bisherigen Stellplätzen zusätzlicher Aufenthaltsraum entstehen kann.

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Gelungener Auftakt für die „Bar zur Baustelle“ an der KGS Henriettenstraße und GGS Sandstraße

Noch ist auf dem Schulhof der Katholischen Grundschule Henriettenstraße (KGS) lediglich eine Schotterfläche zu sehen. Schon bald werden hier jedoch die Interimsgebäude entstehen, in denen die Kinder während der Bauphase untergebracht werden. Damit wird ein erstes sichtbares Zeichen für den Start der Bauarbeiten am neuen Familiengrundschulzentrum (FGZ) gesetzt.

An der Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Sandstraße ist der Bau bereits weiter fortgeschritten: Das Interimsgebäude steht und befindet sich derzeit im Innenausbau. Anfang des kommenden Jahres soll die Schule in die neuen Räumlichkeiten umziehen.

Im Rahmen der Baustellenkommunikation führt das Quartiersmanagement „Stark im Norden“ an den drei Schulstandorten in Marxloh die „Bar zur Baustelle“ durch. Das niedrigschwellige Format soll Eltern und Schüler*innen von Beginn an über die anstehenden Veränderungen informieren, Fragen beantworten und sie mit den geplanten Baumaßnahmen vertraut machen.

Den Auftakt machte am 24.09.2026 die KGS Henriettenstraße, am 01.10.2026 folgte die Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Sandstraße. Das mobile Stadtteilbüro zog dabei schnell die Aufmerksamkeit von Kindern und Eltern auf sich. Besonders die Visualisierungen der zukünftigen Schulgebäude sorgten für großes Interesse und weckten bereits jetzt die Vorfreude auf das, was in den kommenden Jahren entstehen wird.

Die Eltern nutzten die Gelegenheit, um Fragen rund um die Bauphase zu stellen. Dabei ging es beispielsweise darum, wie der Schulalltag während der Bauarbeiten organisiert wird und ob für die Kinder ein Schulwechsel notwendig sein wird.

Ein besonderes Highlight an beiden Standorten war außerdem das Aufhängen der Baustellenbanner, die die Schüler*innen bereits vor den Sommerferien gestaltet hatten. Stolz präsentierten die Kinder ihre selbst gestalteten Banner und schufen damit schon vor Beginn der eigentlichen Bauarbeiten einen persönlichen Bezug zu ihrer zukünftigen Schule und dem bevorstehenden Veränderungsprozess.

Die nächste Station der „Bar zur Baustelle“ ist am 15.10.2026 an der Regenbogenschule.

Abschluss der Sommertour_MX

Viele Gespräche, viele neue Gesichter – die Sommertour von „Stark im Norden“

Mit dem Ziel, mit Menschen aus dem Stadtteil ins Gespräch zu kommen und die Bürger*innen aus Marxloh und Alt-Hamborn bei den baulichen Veränderungen mitzunehmen, die in ihren Stadtteilen in den nächsten Jahren im Rahmen des Modellvorhabens „Stark im Norden“ anstehen, startete das Quartiersmanagement „Stark im Norden“ mit dem mobilen Stadtteilbüro in die Sommertour 2026.

Sowohl in Marxloh als auch in Alt-Hamborn war das umgebaute Lastenrad an verschiedenen Orten in den Stadtteilen unterwegs. In Marxloh machte das Quartiersmanagement Station am Campus Marxloh, auf dem August-Bebel-Platz, am Entenpark und im Jubiläumshain. In Alt-Hamborn war das Quartiersmanagement in der Jägerstraße, auf der Shared-Space-Fläche vor dem Askania-Hochhaus sowie am Botanischen Garten unterwegs.

Dabei erregte der markante Aufbau am Lastenrad schnell die Aufmerksamkeit der Bürger*innen und bot einen niedrigschwelligen Einstieg in Gespräche rund um die Projekte des Modellvorhabens „Stark im Norden“. Auf diese Weise kam das Quartiersmanagement auch mit Bürger*innen in Kontakt, die sonst eher nicht den Weg in die Stadtteilbüros oder zu einer der zahlreichen Veranstaltungen gefunden hätten.

Im Fokus der Informationen standen in Marxloh die Umgestaltung des August-Bebel-Platzes und der Weseler Straße. Zum Abschluss der Sommertour wurde am 29.09.2026 noch einmal mit einem Informationsstand und weiteren Visualisierungen gezielt über die aktuellen Planungen informiert. Darüber hinaus waren auch der Ausbau der drei Familiengrundschulzentren – Katholische Grundschule Henriettenstraße, Gemeinschaftsgrundschule Sandstraße und Regenbogenschule – sowie die Freiraumgestaltung des Friedrichparks Themen am mobilen Stadtteilbüro.

In Alt-Hamborn lag der Fokus auf der Umgestaltung des Hamborner Altmarkts. Insgesamt gab es viele konstruktive Gespräche, aber auch die ein oder andere kritische Rückmeldung, insbesondere zum Thema Parkraum in beiden Stadtteilen.

Besonders erfreulich war, dass an der Station am Entenpark in Marxloh auch Kontakte zu Bürger*innen aus Südosteuropa geknüpft werden konnten. Dies wurde unter anderem dadurch ermöglicht, dass die Bildungsmultiplikator*innen der Duisburger Werkkiste die Termine unterstützten und zusätzlich eine Malaktion für Kinder anboten.

Weitere kreative Unterstützung erhielt das Quartiersmanagement durch das Beteiligungsmobil der Stadt Duisburg. Mit großen Gesellschaftsspielen und einem Bewegungsparcours trug es dazu bei, die Hemmschwelle für einen ersten Kontakt abzubauen und einen niedrigschwelligen Zugang zu den Angeboten des mobilen Stadtteilbüros zu schaffen.

Das Quartiersmanagement bedankt sich bei allen Bürger*innen für ihr Interesse und die zahlreichen Gespräche sowie bei allen beteiligten Akteur*innen für ihre Unterstützung während der Sommertour 2026.

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Rückblick zum Parking Day in Marxloh: Mehr Raum für Menschen

Was passiert, wenn dort, wo sonst Autos stehen, plötzlich Menschen sitzen, spielen, sich austauschen und gemeinsam Zeit verbringen? Beim Parking Day in Marxloh wurde genau das ausprobiert.

Letzte Woche, am 18. September, wurde in Marxloh sichtbar, wie öffentlicher Raum auch genutzt werden kann. An zwei Orten im Stadtteil entstanden für einige Stunden neue Räume für Begegnung, Spiel und Aufenthalt – und damit auch ein kleiner Vorgeschmack auf die zukünftige Entwicklung von Weseler Straße und August-Bebel-Platz.

Neues Parklet an der Weseler Straße

Bereits am Vormittag wurde das neue Parklet vor dem Cafe Femm eingeweiht. Dafür wurden zwei Stellplätze für drei Monate in einen begrünten Aufenthaltsbereich mit Sitzmöglichkeiten verwandelt. Bei sonnigem Wetter kamen Gewerbetreibende, Schülerinnen und weitere Besucherinnen vorbei, um die neue „grüne Oase“ auszuprobieren.

Auch Martin Linne, der Dezernent für Stadtentwicklung, Mobilität und Sport, war vor Ort und eröffnete das Parklet mit einer kurzen Ansprache und einer gemeinsamen Einpflanzaktion. Das Parklet zeigt ganz praktisch, welches Potenzial in Flächen steckt, die bislang vor allem zum Abstellen von Autos genutzt wurden. Dabei geht es nicht darum, das Auto aus dem Stadtteil zu verbannen. Vielmehr soll ausprobiert werden, wie zusätzlicher Raum für Aufenthalt und Begegnung entstehen kann – gerade an einem Ort wie der Weseler Straße, an dem Gastronomie und Gewerbe bereits für viel Leben sorgen.

Ein Nachmittag voller Aktionen

Am Nachmittag verlagerte das Quartiersmanagement Marxloh dann das Geschehen auf den August-Bebel-Platz. Von 15 bis 19 Uhr wurde ein Teil der sonst als Parkplatz genutzten Fläche für verschiedene Aktionen geöffnet.

Minifußballfeld, Basteln, Kinderschminken, Bepflanzungsaktionen, Capoeira und weitere Mitmachangebote sorgten für ein buntes Programm für Groß und Klein. Viele Akteur*innen aus Marxloh waren dabei und brachten eigene Angebote mit. Unter anderem beteiligten sich der Runde Tisch, das Kiebitz, die AWO, die Naturwerkstatt, das Kommunale Integrationszentrum, Tobias Kroker mit Capoeira und der Heimatverein.

Besonders für die Kinder gab es viel zu entdecken. Mit ihren Stempelkarten ging es von Station zu Station, an denen sie verschiedene Angebote ausprobieren konnten. So wurde der August-Bebel-Platz für einen Nachmittag zu einem lebendigen Treffpunkt für Kinder, Familien und Bewohner*innen des Stadtteils.

Ein Vorgeschmack auf die Zukunft

Der Parking Day war dabei mehr als ein Aktionstag. Er bot die Gelegenheit, ganz praktisch zu erleben, wie sich ein Platz anfühlen kann, wenn einmal nicht das Parken, sondern der Aufenthalt im Mittelpunkt steht.

Gerade für den August-Bebel-Platz ist dieser Blick in die Zukunft interessant. Eine umfassende Weiterentwicklung des zentralen Platzes ist bereits seit mehreren Jahren vorgesehen, und im nächsten Jahr soll der Bauprozess starten. Der Parking Day hat nun auf spielerische und anschauliche Weise gezeigt, welche Möglichkeiten entstehen können, wenn mehr Raum für Aufenthalt, Spiel und gemeinsames Miteinander geschaffen wird.

Und während der Parking Day auf dem August-Bebel-Platz bereits wieder vorbei ist, bleibt das Parklet in der Weseler Straße noch drei Monate bestehen. Damit kann auch nach dem Aktionstag beobachtet werden, wie der neue Aufenthaltsbereich im Alltag angenommen wird – und welche Erfahrungen daraus für die weitere Entwicklung des Stadtteils entstehen können.

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Gesichter aus Marxloh – etwas andere Perspektiven auf den Stadtteil

Die „Gesichter aus Marxloh“ begleiten uns bereits seit einigen Jahren im Stadtteilbüro Marxloh und haben zuletzt noch einmal Zuwachs bekommen.

Wir haben uns sehr über das Interesse von Tabea (Trip to Marxloh), Hatice (RiZ) und Lincey (RiZ) gefreut. Sie sind gerade bei vielen Kindern und Jugendlichen im Stadtteil bekannt und bringen noch einmal eine ganz eigene Perspektive auf Marxloh und das Leben hier mit.

Die neuen Videos sind jetzt auf unserer Internetseite abrufbar. Zeitnah werden auch die entsprechenden Drucke wieder in unserem Büro im Schaufenster zu sehen sein.

Schaut euch die Videos an, lernt Marxloh und einige seiner besonderen Stadtteilakteur*innen kennen und entdeckt den Stadtteil vielleicht noch einmal aus einer anderen Perspektive.

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Rückblick zum Architekturspaziergang in Marxloh – Baukultur im Stadtteil entdecken

Nachdem der Architekturspaziergang in Marxloh in den vergangenen Jahren aufgrund geringer Resonanz mehrfach nicht stattfinden konnte, haben wir uns in diesem Jahr besonders über das Interesse gefreut: Mehr als zehn Personen nahmen am 09.09.2026 an dem Rundgang teil.

Nach einer kurzen Einführung führte Quartiersarchitekt Matthäus Nowak die Teilnehmenden durch Marxloh und machte dabei auf unterschiedliche architektonische Besonderheiten und historische Zusammenhänge im Stadtteil aufmerksam. Ergänzend wurden die beliebten Baukulturbroschüren ausgegeben, die zuletzt noch einmal nachbestellt wurden und in den kommenden Wochen wieder in den Stadtteilbüros ausliegen werden.

Die Gruppe setzte sich aus unterschiedlichen Interessierten zusammen. Unter den Teilnehmenden waren auch Mitglieder des Heimatvereins aus Hamborn, die einzelne historische Daten und Zusammenhänge fachkundig ergänzen konnten.

Neben bekannten Orten wie der Kreuzeskirche, dem August-Bebel-Platz und dem Pollmanneck war es Matthäus Nowak insbesondere wichtig, auch weniger offensichtliche Orte und Gebäude in den Blick zu nehmen. Dadurch wurde deutlich, dass Baukultur in Marxloh an vielen Stellen zu entdecken ist und sich nicht ausschließlich auf die bekannten städtebaulichen Besonderheiten beschränkt.

Mit dem Rundgang möchten wir dazu beitragen, den Blick auf den Stadtteil und seine baulichen Qualitäten zu erweitern. Denn auch wenn Marxloh und Baukultur auf den ersten Blick nicht selbstverständlich miteinander verbunden werden, gibt es zahlreiche spannende Orte, Geschichten und Entwicklungen zu entdecken.

Auch zukünftig möchten wir diese Themen aufgreifen und den Stadtteil aus unterschiedlichen Perspektiven erlebbar machen.

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Parking Day in Marxloh: Ein Tag voller Ideen, Aktionen und neuer Perspektiven

Der Parking Day am 18.09.2026 steht vor der Tür – und in Duisburg-Marxloh erwartet euch ein ganz besonderer Tag. Gemeinsam wollen wir zeigen, was möglich ist, wenn öffentlicher Raum einmal anders gedacht und genutzt wird.

Los geht es schon relativ früh: Ab 9:30 Uhr wird an der Weseler Straße vor dem Café Femm ein neues Parklet eröffnet. Die beiden Parkplätze werden für drei Monate in eine kleine Aufenthaltsfläche verwandelt, die zum Sitzen, Verweilen und Begegnen einlädt. Wir freuen uns sehr, diese besondere Form von Stadtmobiliar nach Marxloh zu bringen – und ebenso über die Offenheit des Café Femm, das die Aufstellung vor seiner Lokalität ausdrücklich unterstützt. Damit das Parklet auch optisch zu einem echten Hingucker wird, wird es durch eine ansprechende Bepflanzung ergänzt. Bis ungefähr 12:30 Uhr gibt es dort die erste kleine Aktion des Tages zu entdecken.

Nach dem Markt geht es ab 15:00 Uhr auf dem August-Bebel-Platz weiter. Bis 19:00 Uhr wird dort der halbe Platz abgesperrt und verwandelt sich in eine temporäre Informations-, Spiel- und Erlebnisfläche. Im Mittelpunkt stehen dabei Themen wie das Modellvorhaben, nachhaltige Mobilität und die Frage, wie öffentlicher Raum zukünftig genutzt werden kann. Natürlich ist auch für die jüngsten Besucher*innen einiges dabei: Ein Minifußballfeld, verschiedene Spielstationen, eine Bastelaktion und Kinderschminken sorgen für jede Menge Abwechslung. Bei einer kleinen Bepflanzungsaktion könnt ihr selbst aktiv werden, während ein Wasserspiel bereits einen spielerischen Vorgeschmack auf die geplante Neugestaltung des Platzes gibt. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt: Es gibt Kaffee und Kuchen und – wie sollte es anders sein – der Eiswagen schaut ebenfalls vorbei.

Doch bei all dem geht es nicht nur um einen schönen Nachmittag. Der Tag soll vor allem zeigen, welche neuen Perspektiven sich für den August-Bebel-Platz eröffnen könnten, wenn hier künftig nicht mehr ausschließlich Autos abgestellt werden. Was könnte entstehen, wenn mehr Raum für Menschen, Begegnung, Spiel und Aufenthalt zur Verfügung steht?

Genau das wollen wir gemeinsam mit euch ausprobieren, sichtbar machen und diskutieren.

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125 Jahre August-Bebel-Platz – das Herz von Marxloh feiert Jubiläum

Vom Marktplatz zum Mittelpunkt Marxlohs

Seit 125 Jahren ist der August-Bebel-Platz eng mit der Geschichte Marxlohs verbunden. Am 24. Juni 1901 fand hier der erste öffentliche Markttag statt. In einer Zeit, in der sich der Duisburger Norden durch Bergbau und Industrie rasant entwickelte und die Bevölkerung stark wuchs, entstand damit ein zentraler Ort für Handel, Versorgung und Begegnung.

Schon früh war der Platz mehr als ein Ort zum Einkaufen. Händler, Handwerker und Landwirte boten hier ihre Waren an, während sich die Menschen trafen, Neuigkeiten austauschten und soziale Kontakte pflegten. Der Marktplatz wurde zu einem wichtigen Treffpunkt des alltäglichen Lebens in Marxloh.

Ein Platz mit wechselnden Namen

Auch der Name des Platzes erzählt ein Stück seiner Geschichte. Zunächst wurde er vor allem aufgrund seiner Funktion als zentraler Marktplatz von Marxloh bezeichnet und war auch unter dem Namen Neumarkt bekannt. Im weiteren Verlauf folgten mit Hindenburgplatz und Tannenbergplatz weitere Bezeichnungen, die jeweils den politischen Rahmenbedingungen ihrer Zeit entsprachen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt der Platz schließlich seinen heutigen Namen zu Ehren von August Bebel (1840–1913), einem bedeutenden Vertreter der deutschen Arbeiterbewegung und Mitbegründer der Sozialdemokratie. Der Name verweist damit zugleich auf die industrielle Prägung Marxlohs und die enge Verbindung des Stadtteils mit der Geschichte der Arbeiterschaft.

Vom Wochenmarkt zum Einkaufszentrum

Mit dem Wachstum Marxlohs veränderte sich auch die Bedeutung des Platzes. Im Laufe des 20. Jahrhunderts entwickelte er sich zunehmend zum Mittelpunkt des Geschäfts- und Einkaufslebens. Ein wichtiger Meilenstein war die Eröffnung des Horten-Kaufhauses im Jahr 1965, dem heutigen Marxloh Center, unmittelbar am Platz.

Auch heute ist der August-Bebel-Platz ein zentraler Ort des Stadtteils. Zweimal wöchentlich findet hier der Wochenmarkt statt. Darüber hinaus wird der Platz für Stadtteilfeste, Informationsveranstaltungen, Kulturangebote und Bürgeraktionen genutzt. Menschen unterschiedlichster Herkunft kommen hier zusammen – der Platz ist damit bis heute ein sichtbarer Ausdruck der Vielfalt Marxlohs.

Ein neuer Platz für die Zukunft

125 Jahre nach dem ersten Markttag steht der August-Bebel-Platz erneut vor einem Wandel. Im Rahmen des Teilprojekts TP5 des Modellvorhabens „Stark im Norden“ plant die Stadt Duisburg eine umfassende Neugestaltung des Platzes und seines direkten Umfelds.

Der Platz soll grüner, lebenswerter und stärker auf die Menschen ausgerichtet werden. Mehr Grünflächen, zusätzliche Aufenthaltsmöglichkeiten sowie bessere Bedingungen für den Fuß- und Radverkehr sollen dazu beitragen, aus der heute vor allem funktional geprägten Fläche wieder einen attraktiven Stadtplatz zu machen. Durch Entsiegelung und die Reduzierung von Stellplätzen soll der Verkehr künftig weniger Raum einnehmen.

Gleichzeitig soll die mehr als ein Jahrhundert alte Markttradition erhalten bleiben. Der August-Bebel-Platz soll auch künftig Marktfläche, Treffpunkt, Veranstaltungsort und lebendiger Mittelpunkt des Stadtteils sein.

Die Geschichte des Platzes wird damit nicht beendet, sondern weitergeschrieben: Aus dem historischen Marktplatz soll ein zukunftsfähiger Stadtplatz entstehen – grüner, vielfältiger und mit mehr Raum für Begegnung.

Ausblick

Bereits im kommenden Jahr soll der Umbau des August-Bebel-Platzes beginnen. In den kommenden Monaten stehen dafür noch die finalen Beschlüsse und weiteren Vorbereitungen an.

Anlässlich des 125-jährigen Jubiläums werden wir gemeinsam mit dem Heimatverein Hamborn in den kommenden Wochen eine kleine Broschüre mit historischen Informationen und eindrucksvollen Bildern zur Geschichte des Platzes herausgeben. Die Broschüre wird anschließend kostenlos im Stadtteilbüro Marxloh erhältlich sein.

Wir freuen uns schon sehr auf die Veröffentlichung und bedanken uns bereits jetzt herzlich bei Thorsten Fischer für die umfassende historische Aufbereitung und das in diesem Zusammenhang geführte Interview.

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Architekturspaziergänge und Broschüren zum Thema Baukultur in Alt-Hamborn & Marxloh

Im Rahmen des Quartiersmanagements „Stark im Norden“ finden in Alt-Hamborn und Marxloh Architekturspaziergänge zum Thema „Nachhaltige Baukultur im Spiegel ihrer Zeit“ statt.

Die Quartiersarchitekten Matthäus Nowak und Christian Eickelberg möchten dabei für die vielfältige Baukultur in den beiden Stadtteilen sensibilisieren. Im Mittelpunkt steht der Brückenschlag zwischen architekturgeschichtlich prägenden Gebäuden und davon inspirierten Bauwerken in Alt-Hamborn und Marxloh.

Für Gebäude jeder Epoche war und ist die Frage der Nachhaltigkeit – zumindest im Sinne von Lebensdauer und Beständigkeit – von großer Bedeutung. Die Rundgänge greifen diesen Gedanken auf und gehen der Frage nach, welche Potenziale aus der Vergangenheit auch für zukünftige Entwicklungen genutzt werden können.

Die Termine in Alt-Hamborn:
Mittwoch, 02.09.2026, 17:00 Uhr – Start am Stadtteilbüro Alt-Hamborn, Hamborner Altmarkt 8

Die Termine in Marxloh:
Mittwoch, 09.09.2026, 17:00 Uhr – Start am Stadtteilbüro Marxloh, Kaiser-Friedrich-Straße 34

Darüber hinaus sind in beiden Stadtteilbüros mittlerweile ansprechend gestaltete Broschüren zum Thema Baukultur erhältlich. Die Broschüren können während der Sprechzeiten kostenfrei mitgenommen werden.

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Grundschulkinder gestalten Baustellenbanner für die zukünftigen Familiengrundschulzentren

Nachdem die Schüler*innen der Sandstraße schon ihr eigenes Banner gestalten konnten, waren nun auch die Kinder der KGS Henriettenstraße und der Regenbogenschule dran. Kurz vor den Ferien haben auch sie ihrer Kreativität freien Lauf gelassen und so entstanden mit viel Farbe und Begeisterung zwei weitere große Baustellenbanner. Die Banner machen auf die bevorstehenden Baumaßnahmen an den Schulstandorten aufmerksam und geben den Kindern die Möglichkeit, ihre Vorfreude auf die neuen Schulgebäude samt ausgebauter Familiengrundschulzentren kreativ auszudrücken.

Mit Pinseln, Farben und vielen Ideen entstanden individuelle Motive, die künftig an den Baustellen zu sehen sein werden. Dabei hatten die Kinder nicht nur sichtlich Spaß, sondern zeigten auch großes Interesse daran, warum die Banner erstellt werden und was in den kommenden Monaten an ihren Schulen passieren wird.

An der Regenbogenschule konnten die Kinder erfahren, dass in den Sommerferien das Interimsgebäude aufgestellt wird, das während der Bauzeit als Ausweichquartier dienen wird. Bereits vor einigen Wochen haben an der Sandstraße die Arbeiten für das Interimsgebäude begonnen. Dort sind die Bauarbeiten inzwischen weit fortgeschritten, sodass aktuell der Innenausbau und die Einrichtung im Mittelpunkt stehen.

Auch insgesamt schreiten die Vorbereitungen an allen drei Schulstandorten zügig voran. Der Baubeginn an den Standorten Sandstraße und Henriettenstraße ist derzeit für Anfang 2027 vorgesehen. An der Regenbogenschule soll die Bauphase bereits Ende 2026 starten.

Wir freuen uns darauf, den weiteren Projektverlauf gemeinsam mit den Kindern zu begleiten und sie Schritt für Schritt auf dem Weg zu ihren modernen, zukunftsfähigen Schulen und dem Ausbau der Familiengrundschulzentren mitzunehmen.

Kontakt Alt-Hamborn

Hamborner Altmarkt 8
47166 Duisburg

Öffnungszeiten:
Dienstag 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr
Mittwoch 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Donnerstag 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr

Kontakt Marxloh

Kaiser-Friedrich-Straße 34
47169 Duisburg

Öffnungszeiten:
Dienstag 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr
Mittwoch 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr

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