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Rückblick: Inklusives Stadtteilfest zum Tag der Städtebauförderung – Ein Stadtteil feiert gemeinsam

Bereits kurz nach der offiziellen Eröffnung der Aktionsfläche um 15:00 Uhr auf dem Altmarkt füllten sich die zahlreichen Stände mit interessierten Besucherinnen und Besuchern. Unter dem Motto „Reallabor“ wollte das Quartiersmanagement „Stark im Norden“ einen ersten Eindruck davon vermitteln, welche Möglichkeiten die Fläche nach der geplanten Umgestaltung des Altmarktes künftig bieten kann – insbesondere dann, wenn sie stärker dem Aufenthalt dient und durch neue Sitzelemente sowie mehr Begrünung aufgewertet wird.

Die zahlreichen Aktionen standen stellvertretend für zentrale Ziele der Umgestaltung wie die Steigerung der Aufenthaltsqualität, Klimaresilienz und die Stärkung des sozialen Zusammenhalts im Stadtteil. Quartiersarchitekt Christian Eickelberg griff diese Themen unter anderem mit kreativen Mitmachaktionen auf: Beim Gestalten kleiner Tontöpfe oder begrünter Modellhäuser aus Styropor und Moos wurden Aspekte der Dach-, Fassaden- und Stadtbegrünung spielerisch und niedrigschwellig vermittelt. Auch die Stabstelle Klimaschutz informierte mit kleinen Photovoltaikanlagen über regenerative Energieformen.

Ein kleines Planschbecken mit Springbrunnen und Angelenten stand symbolisch für das Thema Wasser auf dem Platz. Für Aufenthaltsqualität und sozialen Zusammenhalt wiederum standen Angebote wie die „Lange Tafel“, die von vielen Besucherinnen und Besuchern genutzt wurde, um gemeinsam zu essen, sich auszutauschen oder einfach die sonnige Atmosphäre auf dem Altmarkt zu genießen. In der Leseecke mit Liegestühlen luden ein mobiler Bücherschrank der Bürgerstiftung sowie die aktuelle Ausgabe der Stadtteilzeitung zum Verweilen ein. Zudem wurde vor dem Stadtteilbüro ein neuer Outdoor-Bücherschrank aufgestellt und an diesem besonderen Tag offiziell eingeweiht.

Zu den Highlights des Nachmittags gehörten außerdem die bunte Hüpfburg sowie die großen Gesellschaftsspiele des Beteiligungsmobils der Stadt Duisburg – darunter Jenga und „Mensch ärgere dich nicht“. Beim Dribbeltraining von Genc Osman konnten Kinder ihre Koordination testen und sich sportlich austoben.

Das „Reallabor“ fand im Rahmen des bundesweiten Tags der Städtebauförderung statt, an dem Kommunen ihre Projekte und Entwicklungen im Bereich der Städtebauförderung präsentieren. Das Quartiersmanagement informierte an seinem Stand über den aktuellen Planungsstand zur Umgestaltung des Altmarktes und stand gleichzeitig für Fragen und Gespräche zur Verfügung.

Wer es etwas ruhiger mochte, konnte im Stadtteilbüro „Stark im Norden“ die Ausstellung „Hamborner Perspektiven“ von Stephanus Schmitz besuchen und mit dem Künstler vor Ort über die Werke von ihm, seinem Vater und seinem Großvater ins Gespräch kommen.

Doch nicht nur auf dem Altmarkt wurde gefeiert: Wie bereits im vergangenen Jahr gestalteten die Volkshochschule, die Musik- und Kunstschule, Inkluaktiv e.V., die Sozialen Dienste Marxloh gGmbH sowie die AWO auf dem Gelände der Volkshochschule und der Parallelstraße ein vielfältiges Programm mit Musik, Tanz, Mitmachaktionen und kulinarischen Angeboten.

Das Fest hat erneut gezeigt, dass gemeinsames und friedliches Feiern unabhängig von Alter, Herkunft oder Religion möglich ist – und dass solche Veranstaltungen einen wichtigen Beitrag zum sozialen Zusammenhalt im Stadtteil leisten können.

Alle beteiligten Akteurinnen und Akteure bedanken sich daher herzlich bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern, Helferinnen und Helfern sowie Besucherinnen und Besuchern, die diesen besonderen Tag möglich gemacht haben.

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Das Stadtteilbüro Alt-Hamborn lädt zum Stadtteilforum am 18.12.25 um 18 Uhr in der VHS Nord ein

Duisburg, Alt-Hamborn – Mit Glühweinduft in der Luft und heißem Kakao rund um eine wärmende Feuerschale lädt das Stadtteilbüro "Stark im Norden" die Bürgerschaft Alt-Hamborns herzlich zum Stadtteilforum ein.

Die Veranstaltung findet in der Volkshochschule Nord, Parallelstraße 7, statt, wo die Teilnehmenden in festlicher Atmosphäre begrüßt werden.

Im Anschluss zieht die Runde in Saal 1 der VHS, wo das QM-Team gemeinsam mit Mitarbeitenden der Stadt Duisburg und weiteren Akteur*innen aus dem Stadtteil auf das vergangene Jahr zurückblickt.

Im Mittelpunkt stehen die regelmäßigen Angebote des Stadtteilbüros, Beteiligungsaktionen zur Umgestaltung des Altmarkts, Veranstaltungen, die neue Ausgabe der Stadtteilzeitung sowie weitere Themen, die das Leben in Alt-Hamborn prägen.

Darüber hinaus wird ein Ausblick auf das Jahr 2026 gegeben: Welche Projekte geplant sind, welche Beteiligungsmöglichkeiten bestehen und wie Bürgerinnen und Bürger aktiv mitgestalten können.

Das Team des Quartiersmanagements lädt alle Interessierten herzlich ein, Ideen einzubringen, sich auszutauschen und gemeinsam den Stadtteil weiter zu stärken. Das Stadtteilforum verspricht eine informative und verbindende Veranstaltung in stimmungsvoller Atmosphäre. Für das leibliche Wohl ist zudem mit einem kleinen Catering gesorgt.

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Rückblick Planungswerkstatt zur Umgestaltung des Hamborner Altmarkts am 03.09.2025

Der Altmarkt in Alt-Hamborn ist der zentrale Platz im Stadtteil. Im Rahmen des Modellvorhabens „Stark im Norden“ soll er in den nächsten Jahren umgestaltet werden. Dazu hat bereits im vergangenen Jahr ein freiraumplanerischer Wettbewerb stattgefunden, um den besten Entwurf für die Neugestaltung zu ermitteln. Als Sieger gingen die Rehwaldt Landschaftsarchitekten aus Dresden hervor. Aktuell beginnt auf dieser Grundlage die weitere Detailplanung.

Auch deswegen waren erneut die Hamborner Bürger*innen gefragt: Am 03.09.2025 fand dazu eine umfangreiche Planungswerkstatt im Hamborner Ratskeller statt. Nach einer kurzen Einführung in das Projekt durch Tobias Birkefeld (Rehwaldt Landschaftsarchitekten) konnten die Anwesenden selbst aktiv werden und an drei Thementischen mit den Moderator*innen diskutieren sowie ihre Ideen und Anmerkungen einbringen.

Marktplatz der Zukunft:

Hier konnten die Teilnehmenden einzeichnen, wo es noch an Begrünung fehlt, wo das geplante Wasserspiel platziert werden könnte oder wie die sogenannten „Hamdächer“ (nach Hamborner Dächern) neben ihrer Funktion als Sitzgelegenheiten genutzt werden sollten. Einigkeit bestand darin, dass der Vorplatz des Askania-Hochhauses der beste Standort für das Wasserspiel wäre. Bei den Hamdächern war wichtig, dass sie robust gestaltet werden und durch den Einsatz von Stahl die Historie des Stadtteils mit der Stahlindustrie aufgreifen.

Nutzung des Platzes:

Am zweiten Tisch stand die künftige Nutzung im Mittelpunkt. Diskutiert wurde, welche Veranstaltungen künftig auf dem Altmarkt stattfinden sollen und was es braucht, um den Platz zu einer neuen und lebendigen Mitte im Stadtteil zu machen. Gewünscht wurden sich insbesondere mehr Feste sowie Angebote wie eine Boule-Bahn.

Mobilität und Verkehr:

Der dritte Tisch widmete sich der Verkehrsführung. Zwei Varianten standen hier zur Diskussion: eine Durchfahrt über den Altmarkt oder ein vollständiger Ausschluss des Verkehrs. Bedenken gab es vor allem hinsichtlich des Anlieferungsverkehrs für Gewerbetreibende und Apotheken sowie bezüglich der wegfallenden Parkplätze und deren Kompensation.

Die zahlreichen Eingaben und Anregungen werden nun bestmöglich in der weiteren Planung rund um den Altmarkt berücksichtigt.

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Planungswerkstatt zur Umgestaltung des Hamborner Altmarkts am 03.09.2025

Die Planungen zur künftigen Umgestaltung des Altmarkts in Hamborn schreiten voran. Gemeinsam mit dem Planungsbüro Rehwaldt Landschaftsarchitekten und dem Stadtteilbüro möchten wir Ihnen einen Überblick über den aktuellen Stand geben – und vor allem: weiter gemeinsam Ideen entwickeln.

Vor Ort gibt es die Möglichkeit, sich realitätsnahe Modelle der geplanten Ham-Dächer anzuschauen, über die neu organisierte Parkplatzsituation zu sprechen und gemeinsam über mögliche Standorte für neue Bepflanzungen, Sitzgelegenheiten oder das geplante Wasserspiel auf dem Altmarkt zu diskutieren.

Zudem können weiterhin Anregungen und Ideen eingebracht werden, die in der finalen Planungsphase gezielt berücksichtigt werden sollen. Auch zur Jägerstraße und dem neuen Außengelände der VHS freuen wir uns auf einen interessierten Austausch!

Ihre Perspektiven, Erfahrungen und Wünsche sind für die Gestaltung dieses zentralen Ortes von großer Bedeutung. Unser Ziel ist es, den Altmarkt zu einem lebendigen, vielfältigen und identitätsstiftenden Ort für alle zu machen.

Daher laden wir Sie herzlich zu einer Planungswerkstatt ein, bei der Sie sich auf Grundlage des aktuellen Planungsstands aktiv einbringen können.

Datum: Mittwoch, 03.09.2025
Uhrzeit: 18:00 – 20:30 Uhr
Ort: Hamborner Ratskeller, Duisburger Straße 213, 47166 Duisburg

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

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Rückblick zum Informationsstand am 05.07.2025

Am 05.07. fand bei bestem Wetter eine Informationsveranstaltung zur Umgestaltung des Altmarkts vom Quartiersmanagement Alt-Hamborn und Rehwaldt-Architekten auf dem Wochenmarkt statt.

Insbesondere das Modell des „Ham-Dachs“ führte zu angeregten Diskussionen. Der Name steht dabei als Abkürzung für „Hamborner-Dach“, dieses ist durch sein Alleinstellungsmerkmal eine Besonderheit des Entwurfes. Alle, die es am Samstag nicht zum Markt geschafft haben, können das Modell im Schaufenster des Stadtteilbüros begutachten.

Passend zu dem warmen Tag war die Gestaltung des Wasserspiels auf dem Altmarkt ein weiteres vielbesprochenes Thema. Auch diese Vielfalt an möglichen Variationen können im Büro angesehen werden.

Wir bedanken uns herzlich beim Team der Rehwaldt Landschaftsarchitekten, die den weiten Weg aus Dresden angetreten sind, um über den aktuellen Planungsstand zu informieren!

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Informationsstand am 05.07.2025 mit dem Siegerbüro des Umgestaltungswettbewerbs auf dem Wochenmarkt

Am 05.07.2025 wird das Siegerbüro Rehwaldt Landschaftsarchitekten aus Dresden von 10:00 bis 13:00 Uhr mit einem Informationsstand auf dem Wochenmarkt in Alt-Hamborn vertreten sein. Dort stellen die Landschaftsarchitekten den Bürger*innen ihren Siegerentwurf zur Umgestaltung des Altmarkts vor. Fragen und Anregungen sind ausdrücklich erwünscht – sie können gegebenenfalls noch in den finalen Zügen des aktuell laufenden Entwurfsprozesses berücksichtigt werden.

Bereits seit dem 25.09.2024 steht fest: Der Gewinner des freiraumplanerischen Wettbewerbs zur Neugestaltung des Altmarkts in Alt-Hamborn ist das Büro Rehwaldt Landschaftsarchitekten aus Dresden. Das Preisgericht, bestehend aus externen Landschaftsarchitektinnen sowie Vertreterinnen der Stadtverwaltung, der lokalen Politik und des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), lobte den Entwurf als hervorragend geeignet für diesen zentralen Platz. Besonders positiv hervorgehoben wurden die Aspekte der Klimaanpassung sowie die räumliche und funktionale Qualität des Konzepts.

Der Entwurf setzt auf viel Grün durch gezielte Neupflanzungen und lädt zum Verweilen ein. Ein zentrales Gestaltungselement sind die sogenannten „Hammdächer“ – leichte Überdachungen, die Schatten spenden und mit 360° drehbaren Sitzbänken und Stehtischen individuell ausgerichtet werden können. An Markttagen fügen sie sich durch ihre beweglichen Elemente nahtlos in die Marktstruktur ein und können sogar als Marktstand oder Spielobjekt genutzt werden.

Das Büro Rehwaldt legt großen Wert darauf, den Dialog mit der Bürgerschaft fortzuführen. Der bereits seit Monaten im Stadtteilbüro ausgestellte Entwurf soll gemeinsam weitergedacht und – wo sinnvoll – verfeinert werden. Neue Impulse und konkrete Rückmeldungen sind daher am 05.07. besonders willkommen, um den Altmarkt und die umliegenden Bereiche noch anschaulicher und lebensnaher für die Bürger*innen in Alt-Hamborn umzugestalten.

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Weitere Bekanntmachung der beiden Siegerentwürfe (TP5 & TP6)

Die Umgestaltung der Stadtteilzentren von Marxloh und Alt-Hamborn sind zentrale Themen des Modellvorhabens „Stark im Norden“. Nach lebhaften Diskussionen, wegweisenden Entscheidungen und kreativen Entwurfsideen für die Marktplätze steht fest: Hier entsteht etwas Großes – und Sie können noch mitreden!

Neben den zentralen Plätzen, dem August-Bebel-Platz und dem Altmarkt, wurden auch die umliegenden Geschäftsstraßen in den Blick genommen. Mehr Aufenthaltsqualität, mehr Begegnungsmöglichkeiten, mehr Stadtleben! Die Siegerentwürfe der Planungswettbewerbe wurden bereits in den Stadtteilen und Stadtteilbüros präsentiert – mit viel positiver Resonanz und wertvollen Rückmeldungen aus der Bürgerschaft.

Jetzt geht es in die nächste Runde: Bevor die Pläne finalisiert werden, haben Sie erneut die Chance, Ihre Ideen, Wünsche und Bedenken einzubringen!

Die Quartiersmanagement-Teams bringen die Siegerentwürfe direkt zu Ihnen in den Stadtteil. Auf Stellwänden anschaulich präsentiert, können die Pläne vor Ort begutachtet und diskutiert werden.

📍 Marxloh

  • 13.02.2025 | 14:00–16:00 Uhr | Sophie-Scholl-Berufskolleg (für Jugendliche/junge Erwachsene)
  • 17.02.2025 | 10:00–13:00 Uhr | Petershof (für die südosteuropäische Community)
  • 19.03.2025 | 10:00–13:00 Uhr | August-Bebel-Platz (breite Öffentlichkeit)

(Fortlaufende Bekanntmachung durch Flyerverteilung im Stadtteil)

📍 Alt-Hamborn

  • 26.02.2025 | 10:00–12:00 Uhr | Askania-Hochhaus
  • 26.03.2025 | 10:00–12:00 Uhr | Jägerstraße
  • 09.04.2025 | Uhrzeit folgt | Außengelände der VHS Nord

👉 Lassen Sie sich diese Chance nicht entgehen – wir freuen uns auf den gemeinsamen Austausch!

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Das sagen die Beteiligten zum Entwurf des Hamborner Altmarktes

Der Siegerentwurf zur Umgestaltung des Hamborner Alt-Marktes ist gefunden, doch wie kommt einen Jury eigentlich zu ihrer Entscheidung? Was haben die Planer alles bedacht und in den Entwurf einfließen lassen? Diese Fragen haben wir Teilnehmern der Jury gestellt und uns auch mit dem Landschaftsarchitekten unterhalten. Die Videos dazu könnt ihr hier anschauen.

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1. Preis: Rehwaldt Landschaftsarchitekten

Die Leitidee des Entwurfs

Das Konzept löst den Eindruck eines Großparkplatzes auf und gestaltet einen multifunktionalen Stadtplatz. Das Zentrum des Marktplatzes soll frei von PKW-Stellplätzen sein und eine autofreie Freiraumachse zwischen Jägerstraße und Parallelstraße mit einer starken zentralen Platzfläche als Verbindung gestalten. Ein besonderer Platzbelag betont die Besonderheit des Ortes. Den Anschluss bis an die Fassaden schafft ein Shared Space. Hier gilt Schrittgeschwindigkeit und es bleibt genügend Raum für Baumreihen und Sitzmöglichkeiten. Mit einer Optimierung der Stellplatzanordnung können fast alle Platanen erhalten und 85 Neupflanzungen erfolgen. Als Aufenthaltsbereiche dienen Hamdächer, die Schattenbereiche bieten und durch 360° drehbare Sitzbänke und Stehtische individuell ausrichtbar sind.

An Markttagen gliedern sie sich durch ihre beweglichen Elemente in die Aufstellstruktur ein und können sogar als Marktstand und Spielelement dienen.

Eine einheitliche Möblierung folgt der Gestaltsprache der Hamdächer. Die Jägerstraße als eine der zentralen Einkaufsstraßen behält ihren bestehenden Belag. Neue Möblierung entlang der Baumreihe schaffen angenehme Verweilorte. Beidseitig nutzbare Fahrradbügel verringern die Bügelanzahl. Als Beleuchtung dient ein Spannseilsystem. An den Aufweitungen werden zusätzliche Bäume verortet und großzügige Stadtsofas angeboten. Die bestehende Allee wird geschlossen. Der Zugang und der Hof der VHS werden begrünt und als geschützter Innenhof gestaltet. Eine großzügige Terrasse zum Aufenthalt und Unterricht im Freien entsteht. Der Anbau enthält ein WC. Die Nutzungsanforderungen auf dem Marktplatz erfordern ein hohes Maß an befestigtem Platzbelag. Für weite Teile des Platzes werden die bestehenden Beläge weiterverwendet. Auch bleibt die Topografie des Platzes bestehen, und die vorhandenen Entwässerungseinrichtungen und der Unterbau der Belagsflächen können weiterverwendet werden.

Die Beurteilung des Preisgerichs

Die Arbeit zeigt eine klare Haltung in der Interpretation des Gesamtraums Markt Alt-Hamborn. Es wird ein urbaner Raum entwickelt, der deutlich von Bäumen gefasst und mit Bäumen überstellt wird. Dieser Stadtraum wird von „Wand zu Wand“ begriffen und so zu einer Einheit geformt.

So schafft der Beitrag mit gut proportionierten Aufenthaltsbereichen am Nord- und Südende des Marktplatzes angemessene Entrees in den Altmarkt von Alt-Hamborn.

Der Bestand der Parkplätze wird ganz simpel durch Auflösen einzelner Stellplätze zu einer lockeren Baumhalle, ohne das Soll der geforderten Stellplätze zu unterschreiten. Auch die verkehrliche Leitlinie wird umgesetzt.

Der zentrale Raum wird durch einen Teppich aus Natursteinpflaster deutlich aufgewertet, wenn auch das starke, kontrastreiche Muster kontrovers diskutiert wird. Die zentrale Platzorganisation konzentriert sich neben historischem Kiosk und Berns-Brunnen auf spielerisch interpretierbare, bewegliche Aufenthaltsorte unter Schattendächern, die sicherlich bei Jung und Alt Anklang finden kann. Ob die Beweglichkeit von Tischen und Bänken nachhaltig und problemlos nutzbar ist, ist die Frage, kann aber ein interessanter Attraktor sein. Diese Aufenthaltsangebote werden auch an den nördlichen und südlichen Entrees eingeführt und tragen so zur Identifikationsstiftung bei.

Die Jägerstraße wird mit einer durchgehenden Baumreihe und begleitenden, geschickt gesetzten Bänken mit urbanem Charakter aufgewertet, die Platzaufweitungen mit Bäumen und langen Bänken angemessen akzentuiert.

Auch der VHS-Garten wird zu einem urbanen aber dennoch wenig versiegelten und gut nutzbaren Raum entwickelt, geschickt geöffnet und so an den zentralen Raum angeschlossen.

Insgesamt handelt es sich um einen Beitrag, dem in hervorragender Weise die Raumaufwertung gelingt, sowohl in klimaresilienter Hinsicht, als auch im Hinblick auf die räumliche und funktionale Qualität.

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2. Preis: GREENBOX LANDSCHAFTSARCHITEKTEN Partnerschaftsgesellschaft mbB

Die Leitidee des Entwurfs

Die bestehende Oberflächengestaltung der nördlich angrenzenden Richterstraße wird im Sinne eines „Stadtteppichs“ aufgegriffen und über den gesamten Altmarkt gelegt. Das neue Verkehrssystem organisiert den Parkverkehr zukünftig in zwei Bereiche. Dabei werden die Parkflächen nicht als reine Parkplätze verstanden, sondern als Multiflächen für Veranstaltungen und die Marktnutzung. Vor den Gebäuden des Platzes werden die Flächen erweitert, um eine lebendige Erdgeschosszone zu schaffen. In der autofreien Mitte entsteht der „Stadtsalon“, ein offener und geschützter Stadtplatz mit vielfältigen Freiraumangeboten. Dieses Konzept wird auch auf die Jägerstraße übertragen, wodurch wichtige Verbindungen im Stadtgefüge entstehen. Der Stadtsalon selbst wird durch neue und bestehende Freiraumelemente geprägt. Historische Relikte werden inszeniert, und der nördliche Abschnitt des Platzes, die Hainloge, bietet mit einem Stadtsofa Raum für Begegnungen, Veranstaltungen und Marktnutzungen. Der südliche Abschnitt ist durch Grünflächen geprägt, die mit Bänken umrahmt werden und Raum für Pflanzen und Entwässerung bieten. Der Altmarkt soll so zu einem lebendigen und sicheren öffentlichen Raum werden.

An der Volkshochschule wird eine grüne Lernkulisse geschaffen, in der Veranstaltungen und Seminare im Freien stattfinden können. Eine große Rasenfläche dient als flexible Nutzungsfläche und der Toilettencontainer bleibt erhalten. In der Materialität und Ausstattung wird auf kreislaufwirtschaftliche Materialien gesetzt. Parkflächen bleiben in ihrem Bestand erhalten, während punktuell Baumscheiben und Grünflächen optimiert werden. Gemäß dem Prinzip der blauen und grünen Infrastruktur wird ein Teil der Flächen entsiegelt und in bepflanzte Tiefbeete umgewandelt, ohne die Funktion als Stadt- und Marktplatz zu beeinträchtigen.

Die Beurteilung des Preisgerichs

Die Arbeit schlägt als stadträumliche Grundstruktur einen großen zusammenhängenden Stadtraum mit zwei integrierten Teilräumen vor. 

Ein zusammenhängender Bodenbelag fasst den Marktplatz bis an die raumbegrenzenden Fassaden über die Straßenräume hinweg zusammen. In dem Layer darüber wird der Platz durch Baumkarrees in zwei Teilräume gegliedert. Dadurch gelingt eine gut proportionierte Teilung in einen zentralen Aktions- und Aufenthaltsraum und die beiden Stellplatzanlagen, die wiederum in der Marktnutzung als ein zusammenhängender Marktplatz gedacht und genutzt werden können.

Die Baumkarees knüpfen in ihrer unregelmäßigen Kleinteiligkeit an den Maßstab der Bestandsbauten an und integrieren sich – mit einer ablesbaren Eigenständigkeit – nachvollziehbar in die bestehende Stadtstruktur. 

Der innere Bereich des Platzes wirkt angenehm „aufgeräumt“ und erlaubt, durch den homogenen Belag mit einem integrierten Wasserspiel vielfältige Aneignungsmöglichkeiten. Das Wasserspiel verspricht zudem eine Verbesserung des Mikroklimas.

Nach Norden und Süden ist durch einen Belagswechsel unter dem Baumband eine Zonierung zu den beiden Teilräumen ablesbar. Hier wirkt die Aufenthaltsqualität ruhiger. Durch Sitzlandschaften, welche unterschiedlich ausgerichtet und nutzbar sind, entsteht eine hohe Nutzungsqualität über den Tagesverlauf hinweg.

Diese grundsätzlich begrüßenswerte Konzeption wird mit ähnlichen Gestaltungsansätzen auf die Jägerstraße übertragen. Das wirkt in der Gesamtheit der Stadtstruktur allerdings gestalterisch etwas überzogen und wird kontrovers diskutiert. Auch das Baumkarree im Norden an der Richterstraße kann nicht voll überzeugen. Bäume vor dem Hochhaus werden grundsätzlich durchaus begrüßt. Unangemessen erscheint der Vorschlag auch diesen Bereich auf beiden kurzen Seiten als Platz zu fassen.

Der Kleine Garten an der Volkshochschule lässt auf eine gute Benutzerorientierung schließen, bleibt aber, insbesondere im Verhältnis zum sehr begrüßten Bestandserhalt des kleinen Gebäuderiegels, in seinen funktionalen und gestalterischen Hinweisen noch etwas vage.

Kritisch gesehen wird der Umgang mit den Zonen direkt an den Gebäuden der Westseite des Marktplatzes. Sitzelemente und Mastleuchten fassen zwar den Raum und verhindern baulich „wildes Parken“, bieten aber nur bedingt gute Aufenthaltsqualitäten. Die verkehrliche Leitlinie ist umgesetzt.

Der Entwurf eröffnet in der gestellten Aufgabenstellung viele Möglichkeiten einer erfolgversprechenden weiteren Entwicklung des Altmarktes. Insgesamt verspricht der Beitrag eine sehr hohe Raum- und Nutzungsqualität und eine adressbildende stadträumliche Atmosphäre.

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Kontakt Alt-Hamborn

Hamborner Altmarkt 8
47166 Duisburg

Öffnungszeiten:
Dienstag 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr
Mittwoch 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Donnerstag 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr

Kontakt Marxloh

Kaiser-Friedrich-Straße 34
47169 Duisburg

Öffnungszeiten:
Dienstag 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr
Mittwoch 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr

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